Seit einigen Jahren gilt die durch das International Advertising Bureau (IAB) definierte Sichtbarkeit von Online Ads als Maßstab für den Erfolg von Werbeanzeigen im Internet. Eine neue Studie zeigt allerdings, dass die reine Sichtbarkeit alles andere als maßgeblich ist. Viel mehr spielen die Relevanz der Inhalte sowie die gesamte Customer Experience eine tragende Rolle. Das Einbinden von User-Generated Content (UGC) in Online Ads kann sich positiv auf diese beiden Aspekte auswirken.  

Wie ist die Sichtbarkeit von Online Ads definiert?

Werbeanzeigen im Internet gelten dann offiziell als sichtbar, wenn 50% der Pixel eines Banners für zwei aufeinanderfolgende Sekunden zu sehen sind. Diese durch das IAB festgelegte Definition, wurde vor einigen Jahren schnell zum Patentrezept für Online Ads. Für Marketer wuchs daraus die Hoffnung, das Engagement mit Kampagnen zu verstärken, starke und langanhaltende Beziehungen zu Kunden aufzubauen sowie die Sorge darüber einzudämmen unnötig Geld in Werbeanzeigen zu investieren, die nicht gesehen werden. 

Die Auffassung, dass höhere Sichtbarkeit automatisch zu höherem Engagement führt, ist allerdings ein Irrglaube. Der IAB-Standard gibt lediglich Auskunft darüber, ob eine Werbeanzeige auf dem Bildschirm erscheint. Ob die Person vor dem Gerät die Anzeige auch wirklich gesehen oder in irgendeiner Weise damit interagiert hat, lässt sich daraus nicht entnehmen. 

Wann finden Verbraucher Online Ads ansprechend? 

Eine vor Kurzem von Outbrain durchgeführte Studie zeigt, dass Werbeanzeigen im Internet vor allem dann hohes Engagement erzielen, wenn sie dem Rezipienten das Gefühl eines Mehrwerts, persönlicher Relevanz und einladenden Content bieten. 

Im Gegensatz dazu zeigt die Studie auch, dass 95% der Verbraucher es nicht mögen wenn Werbeanzeigen sie unterbrechen, also plötzlich als Pop-Up erscheinen oder in Form eines Videos mit Ton, das per Autoplay abgespielt wird. 66% der Befragten gaben außerdem an, Werbeanzeigen die sie als nervig empfinden prinzipiell zu überspringen. Ein solches negatives Erlebnis kann sich langfristig auf die Wahrnehmung einer Marke auswirken. 

Genauso kann eine positive Customer Experience in Bezug auf Online Werbeanzeigen aber auch einen profitablen Kreislauf anstoßen. Knapp jeder Zweite gibt an, sich nur an Werbeanzeigen zu erinnern, deren Inhalt für ihn persönlich relevant ist. Etwa jeder Dritte erinnert sich nach einem positiven Werbe-Erlebnis an die zugehörige Marke. Daraus ergibt sich eine erhöhte Aufmerksamkeit für weiteren Content dieser Marke, der zukünftigen Werbeanzeigen automatisch mehr Relevanz zuschreibt. Somit wird es wahrscheinlicher, dass der Verbraucher erneut auf Online Ads der Marke aufmerksam wird. 

Entsprechend gilt den Maßstab für gute Online Ads nicht auf deren bloße Sichtbarkeit auszulegen, sondern vielmehr auch Unaufdringlichkeit und persönliche Relevanz für die Zielgruppe in den Fokus zu rücken.

Mit Hilfe von User-Generated Content (UGC) Online Ads Persönlichkeit verleihen

Um optimale Ad-Performance zu erzielen, gilt es den richtigen Content zur richtigen Zeit an die richtige Zielgruppe auszuspielen. Marketer stehen deshalb häufig unter dem Druck, kontinuierlich qualitativ hochwertige Inhalte in stetig steigender Frequenz zu kreieren. Fehlt dafür die Zeit, wird oftmals viel Geld in die Nutzung des Contents Dritter investiert. Dabei kommen die Besten Inhalte für Online Ads oft aus den eigenen Reihen - und das in Form von User-Generated Content.

Die Einbindung von UGC in Ads hat viele Vorteile. Zum einen wird dadurch garantiert, dass die richtige Zielgruppe angesprochen wird, zum anderen dafür gesorgt, dass den jeweiligen Rezipienten Werbecontent ausgespielt wird, mit dem sie sich identifizieren können - denn er sieht aus wie ihr eigener. Dadurch erzeugt in Werbeanzeigen platzierter User-Generated Content automatisch ein Gefühl der Zugehörigkeit beim jeweiligen Verbraucher und schafft somit persönliche Relevanz. 

Ein Paradebeispiel für die effektive Verwendung von UGC zu Werbezwecken, liefert unser Kunde erlich textil.  Das 2015 gegründete Unternehmen verkauft nachhaltige Wäsche und Heimtextilien. Unter dem Branded Hashtag #seierlich sammelt erlich textil seit 2017 mit der Hilfe von squarelovin User-Generated Content. Die Bilder und Videos werden in Form einer Teaser Galerie auf der Startseite der erlich textil Website prominent platziert, vor allem aber im Feed des Markeneigenen Instagram Profils. Regelmäßig werden dort in Form von Feed Posts oder Stories Bilder von Kunden mit Verweis auf das jeweilige Produkt geteilt.

Quelle: erlich textil

Zwar sind ungesponserte Feedposts keine klassische Online-Werbung, trotzdem zeigen sie im Fall von erlich textil aber, wie persönlich und unaufdringlich Werbung mit User-Generated Content sein kann. Die Posts sind qualitativ genauso hochwertig wie professionelle Aufnahmen, bieten aber viel mehr Diversität und damit auch deutlich höheres Identifikationspotential. Dadurch implizieren sie persönliche Relevanz für ein breit gefächertes Publikum, dass sich nicht nur mit einem einzelnen spezifischen Schönheitsideal identifiziert. Dieser emotionale Aspekt trägt zu einer positiven Customer Experience bei und unterstützt so auch eine nachhaltige Bindung der Kunden. 

Das UGC Tool von squarelovin unterstützt Marken dabei Kundenbilder gezielt auf der Basis von Mentions, Hashtags oder Geo-Locations einzusammeln, nach individuellen Wünschen zu filtern, die Verwendung rechtlich abzusichern und den Content anschließend gezielt auf allen relevanten Marketingkanälen auszuspielen. Für jedes Bild oder Video werden dabei individuell essentielle Nutzungsrechte datenschutzkonform angefragt.

Um mehr über squarelovin zu erfahren, klickt hier um eine Demo mit einem unserer Experten zu vereinbaren.