Micro Influencer sind die Werbeträger der Zukunft! Bei Micro Influencern handelt es sich um Influencer -Meinungsmacher- mit einer im Verhältnis geringen Anzahl an Followern, deren Engagement Rate dafür überproportional hoch ist.

Micro Influencer Marketing beschreibt das Marketing mit Micro Influencern, mit der typischen Followeranzahl von “nur” 500 - 5.000, die weitestgehend aus Freunden und Bekannten besteht. Dennoch, zeichnet sie eine hohe Aktivität sowie eine treue Followerschaft aus.

Wieso sollen gerade diese User die Werbeträger der Zukunft sein? Die Lösung ist einfach: Sie machen unaufgefordert Werbung indem sie ihre Erfahrungen und Empfehlungen mit ihren Freunden teilen. Aufgrund der geringen Anzahl an Fans besitzen sie eine vergleichsweise hohe Interaktionsrate und die Meinung dieser Micro-Influencer wird bisweilen als authentischer wahrgenommen als bei größeren Influencern. Denn: je erfolgreicher und größer der Influencer wird, desto größer wird auch die Distanz zwischen dem Influencer und seinen Followern.

Bei Micro Influencern hingegen ist der Visual Content der produziert wird authentisch, da er nicht  erzwungen und dadurch gestellt ist. Sie sind meist spezialisten auf einem Interessengebiet wie zum Beispiel Familie, Ernährung, Sport oder Fashion. Das bedeutet, dass sich der Content dieser User hauptsächlich nur mit einem Thema beschäftigt und dadurch auch genau diese Zielgruppe anspricht.

Warum Micro-Influencer Marketing?

Wenn ein Unternehmen sich entscheidet mit Influencern zusammen zu arbeiten beginnt die recherche, welcher Influencer zum Unternehmen passt, bei welchem Influencer die Marke also nicht gekünstelt sondern möglichst authentisch aussieht. Auch sollte man versuchen, dass der Visual Content des Influencers zu der Zielgruppe des Unternehmens passt. Das kann, umso mehr Follower der Influencer hat auch umso schwieriger werden. Wenn Adidas beispielsweise mit Lionel Messi kollaboriert, der auf Instagram über 103 Millionen Follower hat, kann das Unternehmen zwar eine hohe Reichweite erreichen, allerdings wird nur ein kleiner Teil die Zielgruppe für Sportbekleidung sein. Der Visual Content den der Influencer teilt, muss auch zu der Zielgruppe des Unternehmens passen, damit man nicht nur die nötige Reichweite erreicht, sondern auch Erfolg mit der Kampagne hat.

Es muss also auf vieles geachtet werden und am Ende muss noch der Preis mit dem Influencer abgestimmt werden. Diese liegen mittlerweile bei manchen, je nachdem wie hoch die Followeranzahl ist, schon bei 5.000€ pro Post. Das macht sich natürlich schnell im Budget des Unternehmens bemerkbar. Micro Influencer hingegen verdienen wenig bis gar kein Geld mit ihren Posts. Das macht ihren Visual Content oft markentreuer, weil sie wirklich von dem Produkt überzeugt sind. Sie versuchen nicht jemanden von dem Produkt zu begeistern sondern teilen ungefragt ihre Meinung.

Wie finde ich als Unternehmen den passenden Micro Influencer?

Der Vorteil an Micro Influencern ist, dass man sie gar nicht unbedingt suchen muss. Ihr könnt zum Beispiel als Unternehmen eine Kampagne starten bei der ihr eure Kunden dazu auffordert nach dem Erwerb eines euer Produkte ein Foto auf Social Media zu posten und euch zu verlinken. So sammelt ihr innerhalb kürzester Zeit passenden Content zu euren Produkten. Eine weitere Micro Influencer Marketing Kampagne ist die Erstellung eines Unternehmenseigenen Hashtags. Der Hashtag sollte zu eurem Unternehmen oder euren Produkten passen, damit man ihn auch als “euren” Hashtag identifizieren kann. Kunden die ein Bild hochladen, auf dem eines euer Produkte zu sehen ist haben die Möglichkeit das Bild mit eurem Hashtag zu kommentieren oder ihn in der caption zu verwenden. So bekommt ihr immer mit, wenn ein neues Foto zu einem euer Produkte hochgeladen wurde und könnt schnell darauf reagieren und es gegebenenfalls für eigene Werbezwecke anfragen.

Best Practise Case: Paul Hewitt #getanchored

Eines der besten Beispiele für einen Branded Hashtag liefert der Schmuck und Uhrenhersteller Paul Hewitt. Sie sammeln ihren Visual Content über den Hashtag #getanchored. Das Logo der Marke ist ein Anker, daher passt der Hashtag super zum Unternehmen und ist für die Kunden leicht wiedererkennbar. Bei einer Produktbestellung wird dem Kunden zusätzlich zu seinem Produkt ein kleines Kärtchen mitgeliefert, mit der Aufforderung, ein Bild von dem Produkt zu machen, den Beitrag mit dem Hashtag zu versehen und bei Instagram zu posten.

Quelle: Instagram Quelle: Instagram

 

Damit diese Micro Influencer Marketing Kampagne funktioniert, muss das Unternehmen zeigen, dass es selbst viel Wert auf seinen Branded Hashtag legt. Hierfür kommentiert das Unternehmen selber jedes seiner Bilder welches es auf ihrem Instagram Account hochladen mit dem Hashtag #getanchored. So animieren sie ihre Kunden es ihnen gleich zu tun. Auf diese Art und Weise erreicht das Unternehmen auch, dass sich die Kunden bei ihrer Visual Content Erstellung an der Text und Bildsprache des Unternehmens orientieren und so zusätzlich nebenbei das Markenimage festigen.

Quelle: Instagram

Wieso sind Micro Influencer so interessant für Unternehmen?

Ein großer Vorteil bei der Arbeit mit Micro Influencern ist, dass sich die Kosten für euren Visual Content enorm reduzieren. Dadurch, dass keine bis wenig hochwertige Bilder eigenproduziert werden müssen, kann das Unternehmen das gesparte Budget für andere Projekte nutzen. Dazu kommt, dass es viel authentischer ist, wenn das Unternehmen Bilder für Werbezwecke verwendet, die von echten Kunden gemacht wurden. Der positive Effekt ist, dass dadurch die Werbung viel glaubwürdiger ist, da die Personen bereits zufrieden mit dem Kauf der Produkte sind. Mit Micro Influencer Marketing Kampagnen kann ein Unternehmen schnell und einfach viel Visual Content generieren. Zufriedene Kunden fühlen sich geschmeichelt, wenn sie an einer Marketingkampagne von einem ihrer Lieblingsunternehmen teilnehmen dürfen. Solche Kampagnen stärken zusätzlich die Kundenbindung, denn sie lassen den Kunden Teil der Unternehmenskommunikation werden. Die Kunden fühlen sich wertgeschätzt und empfehlen das Unternehmen gern weiter.