Seit der Einführung der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) in Europa ändert sich für Unternehmen so einiges. Denn: auch die Instagram API wurde umgestellt, um Nutzerdaten zu schützen und Missbrauch zu vermeiden. Für Unternehmen bedeutet dies zwar einige Änderungen bezüglich des Hashtag Contents, dafür entsteht gleichzeitig eine ganz neue Möglichkeit auf die viele Unternehmen schon seit Jahren warten.

Denn, ab sofort erlaubt Instagram Marken und Unternehmen, bei Beiträgen in denen ihr Benutzername angegeben ist, in Kommunikation mit dem User zu treten. Dies geschieht über die @mention. In der Vergangenheit konnten Marken dies nur tun, wenn der Post ihren Hashtag enthielt. Hashtags werden auf Instagram zwar für thematische Verweise und die Steigerung der Reichweite eingesetzt und sind Bestandteil von Kampagnen, allerdings hat der Content aber oftmals nichts mit Eurer Marke zu tun. Die Verwendung von Hashtags hat stark zugenommen und einige User verwenden bewusst viele beliebte Hashtags um mehr Reichweite zu bekommen. Dabei kann es passieren, dass sie euren Unternehmenshashtag ebenfalls benutzen, obwohl ihr Bild nicht mit Eurer Marke/Eurem Unternehmen in Verbindung steht. Durch die neue Funktion, dass ihr über die @mentions Beiträge Eurer Kunden findet, ist gesichert, dass der Content mit Eurem Unternehmen assoziiert werden soll. Wenn Kunden nun ein Bild hochladen und Euch verlinken, habt ihr einen klaren Hinweis darauf, dass der Kunde seinen Post mit euch verbindet und habt direkt die Möglichkeit darauf zu reagieren und mit den Kunden zu interagieren. Während Hashtags noch vorhanden sind, wird @mentions die neue Art der Kommunikation zwischen Marken und ihren Kunden auf Instagram sein.

Was bedeutet die Umstellung für Unternehmen?

Unternehmen haben heute mehr denn je die Möglichkeit, Datenschutzbedenken und Veränderungen in der Branche zu nutzen, um einen besseren Dialog mit ihren Kunden herzustellen und den Verbraucher in den Mittelpunkt der Marketingstrategie einer Marke zu rücken. Eine Möglichkeit, wie Marken Transparenz und Vertrauen verbessern können, besteht in der Einbindung von benutzergenerierten Inhalten (UGC) in eine visuelle Marketingstrategie. Doch wie bringt man seine Kunden dazu das Unternehm en in den Posts mit der @mention zu verlinken? Dafür müsst ihr aktiv als Unternehmen Werbung für euren @mention machen. Die Kunden, die Eurem Unternehmen zum Beispiel nicht bei Instagram aktiv folgen wissen zum Teil nicht wie ihr auf der Plattform heißt. Daher ist es auch wichtig Euren Accountnamen auf Euren Offline Plattformen zu bewerben. Ihr könnt dafür zum Beispiel in den Läden kleine Schildchen aufstellen, auf denen ihr Eure Kunden dazu auffordert euch in den sozialen Medien zu folgen und Euch auf ihrem Content zu verlinken. Aktualisiert Eure gedruckten Printanzeigen wie Werbetafeln, Quittungen, Verpackungen und Schilder um auf die @mention Eurer Marke aufmerksam zu machen. Vernachlässigt aber auf keinen Fall Eure Online Kanäle! Macht Instagram Stories, versendet E-Mails mit Anweisungen wie Eure Kunden die @mentions einsetzen sollen und macht euren @mention Name gut sichtbar auf der Website. Denn, wenn Benutzer ein Unternehmen über die @mention verlinken erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Bildrechteanfrage positiv beantworten und gerne bereit sind Euch ihr Bild zur Verfügung zu stellen.

Quelle: MVMT

Weitere Technologische Änderungen von Instagram

Ab sofort gibt es weniger Informationen über die Nutzer. Zwar liefert die neue Hashtag API noch den Content, aber keine Informationen mehr über die Nutzer. Damit schützt Facebook wie oben erwähnt die Privatsphäre der Nutzer und verhindert das massenhafte Auslesen dieser Daten. Außerdem können nicht mehr so viele Hashtags gesucht werden, wie man will. Gerade wenn ihr Instagram über die API nach Hashtags durchforscht, gibt es jetzt eine Beschränkung von 30 Hashtags pro User innerhalb von einem 7 Tage großen Zeitfenster.

Daher ist es nun für Unternehmen wichtiger denn je sich auf die @mentions zu konzentrieren um User-Generated Content zu generieren.

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